Mit einem speziell entwickelten Bearbeitungsverfahren galvanisieren wir 2- und 3-Komponenten-Kunststoffe. Dies bietet unseren Kunden unter anderem den Vorteil, Montagekosten einzusparen.

Hier haben wir alle aktuellen Entwicklungen zum Thema ChromVI (Chromtrioxid) und Chrom III für Sie zusammengestellt...

 

Wir galvanisieren fast alle Kunststoffe, Pressmasse (unter Vorbehalt / je nach Anwendung) und andere Chemiewerkstoffe. Auch solche, die noch Versuchsprodukte der Rohstoffhersteller sind, unter anderem in der selektiven Galvanisierung.

Kunststoffbearbeitung und Kunststoffveredlung auf höchstem Niveau

Kunststoffbearbeitung und Kunststoffveredlung

Die Firma Friedr. Keim, 1920 gegründet, bearbeitete zunächst Metalloberflächen. 1964 führte unser Unternehmen als eine der ersten Galvaniken die Galvanisierung von Kunststoffen ein. Diese Neuausrichtung des Unternehmens wurde durch eigene Entwicklungen, sowie nationale und internationale Zusammenarbeit möglich.

Die kontinuierliche Weiterentwicklung des ursprünglichen Verfahrens öffnet bis heute allen interessierten Branchen die Möglichkeit der Nutzung unterschiedlichster Galvanoendschichten.

Unser Unternehmen ist zertifiziert nach ISO 9001:2015 und ISO 14001:2015.

Ein umfassendes Managementsystem integriert auch das nach ISO 50001:2011 zertifizierte Energiemanagement.

Standards:

  • Computergestützte Produktionsanlagen
  • Individuelle Produktionssteuerung
  • Chemische Überwachung und Entwicklung
  • Standard- und Sonderkunststoffe
  • Qualitätsstandard nach ISO 9001:2015

 

 

Informationen zum Thema Kunststoffgalvanik

In einem modernen, hochautomatisierten Fertigungsprozess werden in unserer Kunststoffgalvanik Bauteile aus ABS, ABS-PC oder Polyamid galvanisiert. Im Rahmen der Oberflächenveredelung von Kunststoffen werden Metallschichten aufgebracht, die zu einem hochwertigen dekorativem Aussehen verhelfen sowie auch qualitative Aspekte positiv beeinflussen (Kratzfestigkeit, UV Beständigkeit, Shielding gegen elektrische Störungen und Wärmeformbeständigkeit).

Nachfolgend finden Sie eine vereinfachte Prozessbeschreibung der Kunststoffverchromung.

Aufstecken auf Gestelle

Vor dem eigentlichen Galvanikprozess werden die Kunststoffrohlinge auf eigens für den Artikel gefertigten Gestellen befestigt (aufgesteckt). Diese Gestelle werden komplett automatisiert in die Kunststoffgalvanik gefahren. Danach beginnt die Galvanisierung.

Beize und Reduktion

Das Beizen ist der erste Schritt zur Chrombeschichtung von Kunststoffen. Hier wird durch eine oxidative Behandlung das Butadien des ABS oder ABS/PC gezielt herausgelöst. Dadurch entsteht eine Kavernenstruktur in der Oberfläche des Bauteils.

Aktivierung

In die erzeugte Kavernenstruktur werden Palladium-Zinnchlorid-Kolloide eingelagert. Dabei dient das Zinnchlorid als Schutzhülle für das kolloidale Palladium.

Beschleuniger

Um das Palladium-Kolloid für die Beschichtung zu aktivieren, wird nun das Zinn aus dem Kolloid herausgelöst. Die freiliegenden Palladium-Kolloide sind nun bereit für die erste metallische Beschichtung. Dies macht die Verchromung von Kunststoffteilen erst möglich.

Chemisch Nickel

Chemisch Nickel ist die erste metallische, haftfeste und leitfähige Schicht auf dem vorbehandelten Kunststoff. Die Abscheidung dieser Schicht erfolgt ohne äußere Stromquelle und dadurch 100% gleichmäßig auf der gesamten Kunststoffoberfläche.

Vorkupfer

Durch die Behandlung der Oberfläche im Vorkupfer kommt es zu einem Ladungsaustausch und der Abscheidung einer monomolekularen Kupferschicht. Diese erhöht die Oberflächenleitfähigkeit.

Sauer Kupfer

Sauer Kupfer erzeugt eine hochglänzende, einebnende und duktile Kupferschicht. Die Einebnung gleicht minimale Oberflächenunebenheiten aus. Die gute Duktilität sorgt für einen Spannungsausgleich zwischen Kunststoff und Nickel.

Halbglanznickel

Hier wird die Grundlage des 3-stufigen Nickel-Korrosionsschutzsystems gelegt. Das Halbglanznickel ist die edelste und damit korrosionsstabilste Schicht.

Glanznickel

Die hochglänzende Nickelschicht ist duktil und spannungsarm. Sie bildet die 2. Stufe des Nickel-Korrosionsschutzsystems. Zwischen Glanz- und Halbglanznickelschicht wird eine Potentialdifferenz von 120 mV eingestellt, um die Korrosionsbeständigkeit zu garantieren. Glanznickel ist die Basis für die Glanzverchromung.

Mattnickel

Edelmatt Nickel-Systeme erzeugen Mattoptiken, wie sie z.B. von der Automobilindustrie gefordert werden. Sie sind eine Alternative zum Glanznickel und dienen in Kombination mit der Chromschicht als Finish für eine matte Optik (Mattchrom, Perlglanzchrom, Alulook, 3Q7).

Glanzverchromen

Beim Glanzverchromen bildet die Chromschicht den Abschluss des Schichtsystems. Sie ist hart, verschleißfest und verleiht der Oberfläche eine besonders edle hochglänzende Optik, das klassische Glanzchrom. Die Abscheidung aus dem Chrom-Elektrolyt erfolgt auf die Glanznickelschicht.

Mattverchromen

In Kombination mit Nickel Edelmatt wird ein edles mattes Finish der Oberfläche erzielt. Die Oberfläche ist ebenfalls hart und verschleißfest.

Die Chromschicht kann aus Chrom-VI-Elektrolyten oder alternativ aus Chrom-III-Elektrolyten abgeschieden werden. Bei Keim sind beide Verfahren im Einsatz. Bei der Kunststoffgalvanisierung mit Chrom 3 folgt noch eine Passivierung der verchromten Teile. Dies dient der Verbesserung der Korrosionsbeständigkeit. Somit erreichen Artikel, die dreiwertig verchromt werden, das gleiche Qualitätsniveau wie sechswertig verchromte Kunststoffteile.

Nach dem Verchromen erfolgt die Trocknung der galvanisierten Kunststoffteile. Die Ware wird automatisch aus dem Automaten gefahren, den Gestellen entnommen, zu 100% nach festgelegten Kriterien kontrolliert und verpackt und im Anschluss an den Kunden versendet.

Wir verwenden Cookies, um den Besuch dieser website so angenehm wie möglich zu gestalten. Wenn Sie unsere website weiterhin nutzen, gehen wir davon aus, dass Sie der Verwendung von Cookies zustimmen. Informationen zu Cookies und wie Sie sie ablehnen finden Sie unter Datenschutz

OK, einverstanden